Themen
Mensch und Umwelt
Antworten zu den wichtigen Fragen bezüglich des Umweltschutzes und des technischen Fortschritts können wir finden, indem wir ein paar grundlegende Prinzipien des Universums betrachten. Die Gedanken, die hier vorgestellt werden, sind nur eine Einführung zu diesem Thema und hoffentlich eine Anregung zur weiteren Suche nach der Bedeutung unseres materiellen Lebens.
Menschen wurden geschaffen, um in Harmonie mit der Natur zu leben, die Schöpfung zu lieben und wertzuschätzen, so wie wir Gott und unsere Mitmenschen lieben und schätzen. Genau betrachtet haben wir drei Elternpaare: Gott, als unser geistiges, universelles Elternpaar, und unsere physischen Eltern, die uns geboren haben. Wir können aber auch die Natur als unsere Eltern verstehen. Sie gibt uns alles, was wir zum Leben brauchen - Luft, Wasser, Nahrung, Licht und Wärme. Betrachten und erforschen wir unsere natürliche Umwelt, dann erkennen wir fundamentale Prinzipien, die im ganzen Universum zur Anwendung kommen: Harmonie, Einheit, Geben und Empfangen, Fürsorge. Wir benötigen einen engen, bewussten Kontakt zur Natur, um diese essentiellen Prinzipien und Gesetze zu verstehen und zu verinnerlichen. Würde die Menschheit so leben, wie Gott uns ursprünglich geschaffen hat - mit Liebe und Sensibilität gegenüber der Natur - dann gäbe es keinen Bedarf für Umweltschutzgesetze.
Unser physischer Körper ist ein Produkt der Natur. Der menschliche Körper ist äußerlich so gestaltet, dass es schwierig ist, seine Konturen zu zeichnen. Die inneren Funktionen sind so komplex, dass Biologen immer noch dabei sind, ihr Zusammenspiel zu verstehen. Die Komplexität und Widerstandsfähigkeit des menschlichen Körpers ist ein Wunder der Schöpfung. Gott hat sich Gedanken über den Körper des Menschen gemacht. Wo sollen die Augen, die Nase oder der Mund platziert sein? Wo sollen die Sexualorgane - die wertvollsten und heiligste Körperteile - liegen?
Gott hat sich auch Gedanken über die Umgebung für uns Menschen - seine Partner der Liebe - gemacht. Die Natur spiegelt das Wesen des Menschen wider, so dass wir durch die Natur angeregt werden und uns emotional angezogen fühlen. Die Natur, die Gott nach dem Vorbild des Menschen geschaffen hat, reflektiert die Emotionen und physischen Strukturen, die im Menschen vorhanden sind. Selbst ein einfaches Atom ist ein Ausdruck der Grundprinzipien des Universums. Das Prinzip von Plus und Minus reflektiert die Männlichkeit und die Weiblichkeit, die wir in Gott und Mensch finden. Die Materie wird aufrechterhalten durch die Beziehung zwischen Protonen und Elektronen.
Das Paarsystem ist das zentrale Thema, dass das Universum durchdringt. Gott konnte das Universum schaffen und ist fähig ewig zu existieren aufgrund der fortwährenden Beziehungen zwischen Seinen dualen Wesenszügen. Gottes duale Wesenszüge sind die Ursache von Naturgesetzen und Materie sowie männlicher Natur und weiblicher Natur, die in allen Dingen des Universums vorhanden sind.
Pflanzen haben eine Art Bewusstsein, das ihre Existenz bewahrt. Sie reagieren auf menschliche Aufmerksamkeit und Liebe. Tiere wiederum besitzen einen Instinkt, der in mancher Weise dem menschlichen Geist gleicht. Beobachten Sie zum Beispiel die Fähigkeit von Tieren, in ihrer eigenen Sprache zu kommunizieren oder emotionale Beziehungen zu Menschen aufzubauen.
Die Prinzipien des Universums, zum Beispiel das Leben für einen größeren Zweck, funktionieren ungehindert in der Natur. In unserer menschlichen Welt dagegen sind wir oft blind geworden gegenüber den Prinzipien des Universums. Zu oft glauben wir, dass unser Leben nur für uns selbst bestimmt ist. Ein Mensch, der so denkt, ist im moralischen Sinne auf eine Ebene unterhalb von Tieren und Pflanzen gesunken. Es ist von daher nicht überraschend, dass einige Umweltschützer glücklich wären über das Ableben der menschlichen Rasse auf diesem Planeten.
Nichts desto trotz haben wir das Potential wahre Herren der Liebe für die Schöpfung zu werden. Gottes Absicht, uns als Herren der Schöpfung zu sehen wird ausgedrückt im 1. Buch Moses, wo es heißt: "Seid fruchtbar und macht Euch die Erde untertan". Unsere Herausforderung besteht darin, zu dieser Position aufzusteigen, indem wir in Harmonie und Einheit mit den Prinzipien des Universums leben. So, wie die Natur uns das Prinzip der Fürsorge vorlebt, sollten wir eine Einstellung der Fürsorge gegenüber der Natur praktizieren und sie nicht einfach ausbeuten.
Der Anfangspunkt um als Wahrer Herr über die Schöpfung zu leben, ist es, ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für die physischen Dinge in unserem Leben zu entwickeln. Unsere Wertschätzung und Liebe geben den Dingen Wert und einen Grund zu existieren. Materielle Dinge warten auf Menschen, die Gott ähnlich sind. Paulus hat das in seinem Brief an die Römer (Kapitel 8) festgestellt, indem er sagte: "Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Kinder Gottes."
Die Natur nimmt ihren eigenen Wert wahr, wenn sie von gottzentrierten Menschen benutzt wird. Unsere Nahrung würde sich wünschen, von solchen Menschen gegessen zu werden; Werkstoffe würden sich wünschen, für die Herstellung von angenehmen Wohnverhältnissen gebraucht zu werden. Wenn materielle Dinge mit Menschen verbunden sind, werden sie auf direkte Weise mit Gottes Liebe verbunden, da Gottes Liebe in wahren Menschen ihre Erfüllung findet. In einem solchen Zustand würden wir durch unsere mystische Vereinigung mit der Natur begeistert sein. Ein Leben in Dankbarkeit Gott, der Natur und den Menschen gegenüber ist der größte Schutz gegen Krankheit und die Grundlage für unsere Gesundheit und unser Wohlergehen.
Ist technologischer Fortschritt mit Umweltschutz vereinbar? Die Technologie gehört zu Gottes Plan für den Menschen, um uns von erschöpfender und langweiliger physischer Arbeit zu befreien, ob auf dem Land oder in den Fabriken. Durch die Technologie werden wir für Aufgaben befreit, die unser menschliches Potential auf vollständigere Weise einsetzen, für kreative, künstlerische Aktivitäten wie Musik, Design usw. oder auch für Sport- und Freizeitbeschäftigungen. Dazu benötigen wir gute Ideen und mehr Mitwirkung von Experten in der Erziehung und aus dem Gesundheitssektor und die Befreiung von Familien, um sich um Kinder und ältere Leute kümmern zu können. Moderne Wirtschaften bewegen sich ganz klar weg von physischer Arbeit und hin zur Automation und zu Industrien, wo der Mensch mehr im Mittelpunkt steht.
Es ist nicht unvermeidlich, dass technologischer Fortschritt die Umwelt zerstört. Energie als die Grundlage des technischen Fortschritts kann durch Technologien nutzbar gemacht werden, die der Umwelt keinen Schaden zufügen. Dafür müssen wir unsere intellektuellen und wirtschaftlichen Grundlagen konsequenter nutzen. Wissenschaftler und Politiker sollten sich über Gottes Plan und Absicht für den Menschen im klaren sein. Der Mensch soll ein kreativer und liebender Verwalter und Eigentümer der Schöpfung sein und seine Entscheidungen sollten im Einklang mit dem Schutz und der Erhaltung der Umwelt getroffen werden. Technologischer Fortschritt kann Hand in Hand mit dem Umweltschutz gehen. Das können wir zur Zeit beim rasanten Wachstum der Verwendung von erneuerbaren Energien beobachten, als auch z.B. in der Bauindustrie, die verstärkt umweltfreundliche, wiederverwendbare Materialen einsetzt.
Selbst in unserem jetzigen wirtschaftlichen System, welches ziemlich unsensibel gegenüber der Natur und den Menschen ist, gibt es Freiraum auf der individuellen Ebene, um die Natur zu schonen. Beides - die Umgebung und die menschliche Gesundheit - würden sich verbessern, wenn wir zum Beispiel weniger Fleisch essen, Müll verringern und aus Liebe zur Natur sorgsamer und bewusster mit Trinkwasser umgehen würden.
Wenn wir der Erde danken mit jedem Schritt den wir gehen, der Luft mit jedem Atemzug den wir nehmen, würde unsere Sensibilität der Natur gegenüber so klar werden, dass wir lieber laufen würden als kurze Strecken mit dem Auto zu fahren. Wissenschaftler könnten inspiriert werden, neue Wege zu finden, um Natur und technologischen Fortschritt in Einklang zu bringen. Die genetische Manipulation von Menschen, z.B. um Kinder mit besonderen Merkmalen und Fähigkeiten zu züchten, würde nicht in Betracht kommen. Von Gottes Sicht hat selbst der einfachste Mensch kosmischen Wert.
Menschen mit großen finanziellen Mitteln müssen erkennen, das Gott sie gesegnet hat. Sie wurden gesegnet, nicht nur für sich selbst, sondern für zum Nutzen der ganzen Menschheit. Sun Myung Moon, Gründer der Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung, hat weltweit 2 Milliarden Dollar in die Erforschung der Ozeane gesteckt. Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf über 9 Milliarden Menschen anwachsen. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen allein werden nicht ausreichen, um alle zu ernähren. Umweltfreundliche Fischfarmen z.B. in städtischen Hochhäusern oder für jedes Dorf, können ein Weg sein, die Menschheit zu ernähren. Zehntausende Menschen sterben jeden Tag an Hunger und Unterernährung. Unglücklicherweise, obwohl es zur Zeit genug Lebensmittel für alle gibt, wächst diese Zahl. Stress soll einer der bedrohlichsten Problemen für die Gesundheit der Menschen in den Wohlstandsnationen sein. Würden wir uns um die existenziellen Probleme unserer Mitmenschen kümmern, erschienen uns unsere eigenen Probleme plötzlich klein und unser Stress erwiese sich als ziemlich grundlos.
Von allen geschaffenen Wesen ist nur der Mensch fähig, vollständig auf Gott zu erwidern und sein gleichberechtigter Partner zu werden. Als geschaffene Wesen sind wir in vielen Dingen begrenzt, verglichen mit Gott. Liebe ist die treibende Kraft hinter der Erschaffung des Universums. Liebe ist auch die Kraft, die es uns ermöglicht, Gottes Partner zu werden. Menschliche Liebe kann göttliche Dimensionen erreichen. Wir leben heute in einer Zeit, wo Gott zum ersten mal in der Geschichte sein vollständiges Herz offen legt. Wir müssen unseren Geist öffnen für Gott, unsere ursprünglichen Eltern. Die Lösungen für all unsere Probleme können in unserem Schöpfer gefunden werden. Wenn wir diese Lösungen verstanden haben, haben wir die Fähigkeit sie in die Praxis umzusetzen. Das wird nicht nur einen Einfluss auf unsere Umwelt haben, sondern wird auch unsere Familien und unser soziales Leben auf eine neue Ebene heben.
Es ist kein Zufall, dass sich die Technik in den letzten Jahren mit solcher Geschwindigkeit entwickelt hat. Wenn wir mit Gott verbunden sind, der Quelle des Wissens und der Wahrheit, wird sich die Technologie, in Harmonie mit dem Umweltschutz weiter entfalten und die gesamte Menschheit von Armut befreien. Unsere Bestimmung ist es, als ein "großer Körper" der Menschheit zu leben. Der gesamte "Körper" würde mobilisiert werden, wenn irgendwo eine Zelle oder ein Glied des Ganzen Hilfe benötigte. Wenn Menschen auf diese Art und Weise leben, wird Gott selbst befreit werden. Gottes Liebe würde dann befähigt, frei in die Schöpfung zu fließen. Die menschliche Rasse kann das möglich machen.
Menschen sprechen oft über ihre Rechte - aber die Erfüllung dieser Rechte kann nur eintreten, wenn wir zur gleichen Zeit die Rechte unserer Mitmenschen sowie die Rechte der Natur und auch Gottes Rechte respektieren. Unser Schöpfer - unsere Eltern im Himmel - haben unseren Geist und Körper geschaffen und uns die Natur vererbt. Gott hat natürlicherweise Hoffnungen und Erwartungen gegenüber dem Menschen, so wie ein Künstler seinen Traum durch seine Kunst verwirklichen will. Diese Hoffnung Gottes beinhaltet die Schöpfung einer neuen Dimension von Gottes Liebe durch Paare und Familien, welche die Bedürfnisse der Natur befriedigen als kreative und liebende Verwalter der Schöpfung.
Verfasst von Mark Bramwell