Tongil Gyo Vereinigungsbewegung Unificationism

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Vereinigungsbewegung in der Gesellschaft

Fragen und Antworten

Oft gestellte Fragen zu Vereinigungsbewegung und Gesellschaft


1. Warum hatte die Vereinigungskirche (heute Tongil-Gyo Vereinigungsbewegung) in unserer Gesellschaft so einen schlechten Ruf?

Alle neuen Religion oder Religionsgemeinschaften sind in ihrer Anfangszeit ausnahmslos auf den erbitterten Widerstand der etablierten Traditionen gestoßen. Auch das Christentum wurde zu Beginn als "Nazoräersekte"
(1) beschimpft.. Ihre Gründer wurden nicht selten mit dem Tode bedroht. Insofern ist also die Kontroverse um die VK zunächst einmal ein bekanntes historisches Phänomen.

In der Bundesrepublik widmen sich kirchliche Sektenbeauftragte (auch Weltanschauungsbeauftragte genannt) der Aufgabe, über andere Glaubensgemeinschaften aus der Sicht ihrer eigenen Kirche zu informieren. Einige vermochten sich in der Öffentlichkeit durch besonders eifriges Warnen vor der "Sektengefahr" als sogenannte "Sektenexperten" zu profilieren. Sie haben dazu beigetragen, dass hierzulande die Auseinandersetzung mit Neuen Religiösen Bewegungen und auch mit der VK / VB von übertriebener Polemik und einem aggressiv gegen die Gruppen gerichtetem Grundtenor geprägt ist.
(2)


2. Inwieweit liefern Veröffentlichungen der katholischen und evangelischen Kirchen und der ihnen nahestehenden Organisationen objektive Information über die VK / VB?

Von den Veröffentlichungen der katholischen und evangelischen Kirche und ihnen nahestehenden Organisationen kann naturgemäß nur bedingt eine objektive und sachliche Auseinandersetzung mit der VK erwartet werden, da die etablierten Kirchen neue Religionsgemeinschaften häufig als Konkurrenten um Gläubige ansehen und sie deshalb bekämpfen. Viele Veröffentlichungen der Amtskirchen sind von sogenannten "Sektenexperten" verfasst, die keinerlei Absicht hegen, mit religiösen Minderheiten in einen bedeutungsvollen und fruchtbaren Dialog zu treten. Vielmehr geht es ihnen um Abgrenzung, Ausgrenzung und Bekämpfung. Ziel der "Sektenexperten" ist, die Minderheitenreligion als skurril und gesellschaftlich unakzeptabel darzustellen. Deshalb gelten ihre Schriften auch unter Religionswissenschaftlern und Juristen als unakzeptabel, bestenfalls fragwürdig
(3). Man darf allerdings nicht übersehen, dass diese "Sektenexperten" in ihrer polemischen und auf Konfrontation ausgerichteten Grundhaltung auch innerhalb ihrer eigenen Kirche umstritten sind (4). Dass es auch anders geht, zeigen die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) (5) und die Katholische Sozialethische Arbeitsstelle (6) , welche die Auseinandersetzung mit der VK auf einer sachlicheren Ebene führen. Leider findet bei unseren Medien oftmals nur Gehör, wer die schaurigsten und unglaublichsten Geschichten zum Besten geben kann, die dann in aller Eile verbreitet werden, ohne dass man sich die Mühe macht, die Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.


3. Wie steht die Lehre der Vereinigungsbewegung zur demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik?

Die VB bekennt sich zu Worten Jesu im Vaterunser: "Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf der Erde"
(7). Sie glaubt daran, dass es nach Gottes Wille und Plan eine gerechtere und bessere Welt geben kann und wird. Anders ausgedrückt glaubt sie an das Potential des Menschen, der mit Gottes Hilfe tatsächlich die Möglichkeit hat, eine bessere und friedvollere Welt zu gestalten.

Ähnlich wie die katholische, der protestantische oder andere christliche Kirchen macht auch die VK Aussagen zum Staatsverständnis, deren Ansätze im Göttlichen Prinzip deutlich werden. Diese Aussagen bejahen den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat ausdrücklich und sehen in ihm das Muster für eine ideale Welt: Im Göttlichen Prinzip heißt es dazu:
"Das politische System dieses Zeitalters wurde durch die Französische Revolution wiederum in drei Machtbereiche geteilt - Legislative, Exekutive und Judikatur -, …" Indem die politischen Parteien "das verfassungsmäßige politische System der Demokratie errichteten, konnten sie das Muster des Systems einer idealen Welt verwirklichen."
(8)

Die "Trennung der drei Machtbereiche (ist) die von der himmlischen Seite geplante ideale Gesellschaftsstruktur."
(9)


4. Ist die Lehre der Vereinigungsbewegung anti-kommunistisch?

Die kritische Einstellung der VB zum Kommunismus leitet sich wesentlich aus seinem, den christlichen Glauben und Demokratieverständnis diametral entgegengesetzten, antireligiösen und atheistischen Lehren ab. Rev. Moon, der die menschenverachtenden Folgen einer strikt materialistischen Ideologie am eigenen Leib erfahren hat, kritisierte die kommunistische Ideologie, rief aber niemals zu Hass oder Gewalt gegen ihre Vertreter auf. In seinen eigenen Worten: "Aber wir wollen die Kommunisten mit Wahrheit und Liebe besiegen. Lasst sie zuerst ihre Fehler erkennen, damit wir sie als Brüder und Schwestern umarmen können"
(10). Andere Quellen berichten, dass etliche von Moons engsten Freunden und Mitstreiter für ein unabhängiges Korea während seiner Studienzeit in Japan Kommunisten waren, die er vor seinen Landsleuten sogar verteidigte. (11)


5. Was Versteht die Vereinigungsbewegung unter "Vereinigung der Religionen"?

Aufgrund ihrer großen Wertschätzung für andere christliche Kirchen und andere Religionen ist die VB weltweit eine der treibenden Kräfte für den interreligiösen Dialog und für das Zustandekommen eines friedvollen Miteinanders der Weltreligionen. Dieses langjährige Engagement wird auch von führenden Vertretern anderer Kirchen und Religionsgemeinschaften anerkannt. Diana Eck, Verantwortliche der Dialogabteilung im Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf und Harvard-Professorin, schreibt:
"Auf weltweiter Ebene müssen wir feststellen, dass eine der Hauptinitiativen für interreligiösen Dialog heute von einer neuen religiösen Bewegung ausgeht - der VB durch ihre International Religious Foundation, Inc."
(12)
Hinsichtlich der verschiedenen Religionen bemüht sich die FFWV darum, gemeinsame Anliegen herauszuarbeiten, wobei sie gleichzeitig den Wert jeder Tradition anerkennt und achtet. Ganz in diesem Sinne hat die von Rev. Moon initiierte "International Religious Foundation" (IRF) 1991 das einmalige Werk "World Scripture" herausgegeben, eine über 900 Seiten starke vergleichende Anthologie heiliger Texte aus den verschiedensten Religionen.
(13)

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1 Apg 24,5
2 Verg. Usarski, Frank „Die Stigmatisierung Neuer Spiritueller Bewegungen in der Bundesrepublik“, Böhlau Verlag, 1988, und Thiel, Norbert „Der Kampf gegen neue religiöse Bewegungen - Anti-„Sekten“-Kampagne und Religionsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland“, Kando-Verlag 1986.
3 Vergl. Besier, Gerhard/Scheuch, Erwin (Hrsg.) „Die neuen Inquisitoren - Religionsfreiheit und Glaubensneid“, Edition Interfrom, Zürich 1999, Teil I: Befangene „Experten“? Zur Rolle kirchlicher Sektenbeauftragter; und Kriele, Martin „Religiöse Diskriminierung in Deutschland“, Zeitschrift für Rechtspolitik, 11. Nov. 2001, 34. Jahrgang.
4 Erst im Januar dieses Jahres machte der „Sektenexperte“ Thomas Gandow der ev. Landeskirche Berlin-Brandenburg von sich Reden, als er in griffigen Worten vor den angeblichen Gefahren warnte, die von der US amerikanischen De Moss Stiftung ausgingen. Dabei brachte er auch in unzulässiger Weise Rev. Moon mit ins Spiel. Nach wenigen Tagen verkündete Michael Utsch von der EZW genau das Gegenteil: von der in Florida ansässigen Stiftung gehe keine Gefahr aus......
5 Eine halbwegs faire Beschreibung der VK, die sich wohltuend vom sonst gewohnten Tenor der „Sektenexperten“ abhebt, findet sich in dem von der EZW herausgegebenen Buch „Panorama der neuen Religiosität - Sinnsuche und Heilsversprechen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“, Gütersloher Verlagshaus, 2002; unter
Vereinigungskirche e.V.
6 Es gibt einen langen, objektiven und sachlichen Schriftwechsel zwischen der VK und der Arbeitsstelle.
7 Matt. 6,10 (Einheitsübersetzung).
8 „Die Göttlichen Prinzipien“, deutsche Erstauflage 1972, S. 507.
9 „Die Göttlichen Prinzipien“, S. 506.
10 Zitiert nach Löw, Konrad Maria „Von ‚Hexen' und ‚Hexenjägern' - die Moonies und die Glaubensfreiheit“, Baierbrunn, 1993, S. 34.
11 Breen, S. 57.
12 New Religious Movements and the Churches, WCC Publications, World Council of Churches, Genf 1987, S. 140, eigene Übersetzung.
13 International Religious Foundation „World Scripture - A Comparative Anthology of Sacred Texts“, Paragon House Publishers, 1995.



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